Poltern Erwachsene


Poltern ist eine Störung des Redeflusses. Charakteristisch sind eine phasenweise überhöhte Sprechgeschwindigkeit, Silbenverschmelzungen, Auslassungen von Silben und Lauten.

(Beispiel: „wie gesagt“ wird zu „wiegagt“ oder „Wachmaschine" wird zu "waschine")

Außerdem kommt es zu Satzabbrüchen, Umformulierungen und dem Gebrauch vieler Floskeln.

Die Redeunflüssigkeiten können ähnlich sein wie beim Stottern oder auch Teil des Stotterns.

Der Polterer selbst bemerkt seine Sprechfehler nicht und wird erst darauf aufmerksam, wenn die Kommunikationspartner ihm ein entsprechendes Feedback geben oder häufig nachfragen. Bei bewusst verlangsamtem Sprechen reduziert sich die Symptomatik. Es fällt jedoch schwer, das Sprechen langfristig zu kontrollieren. Manchen Polternden fällt auch das Zuhören schwer. Poltern wird gesellschaftlich nicht stigmatisiert, der damit verbundene Leidensdruck ist meist gering. Die Behinderung durch die eingeschränkte Verständlichkeit kann jedoch erheblich sein.

Poltern kann bei Kindern und Erwachsenen auftreten!

Therapie:
Befunderhebung und ein ausführliches Anamnesegespräch  sind die Voraussetzung, um gemeinsam mit dem Patienten individuelle Therapieziele und –wünsche festzulegen.

Inhalte der Therapie können sein:

  • Erarbeiten der Eigenwahrnehmung beim Sprechen, unterstützt durch Tonaufnahmen
  • Übungen zur Reduzierung des Sprechtempos
  • Erarbeiten von Sprechpausen und atemangepasstem Sprechen
  • Verbesserung der Artikulation und des Ausdrucksvermögens,
  • Erlernen, wie Gespräche/Sprache eine Struktur bekommen
  • Übungen zur Sprechmelodie

Die Übungen werden als Wahrnehmungsübugen, manuelle Therapie (z.B. des Atemapparates), funktionale Übungen oder im Rollenspiel  (auch mit Bild- und Tonaufnahmen) durchgeführt.  Doch auch psychosoziale Themen werden je nach Relevanz besprochen und bearbeitet.

 

 

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